Christian Giger
Violoncello

Christian Giger wurde in St. Gallen/Schweiz geboren. Er studierte bei Boris Pergamenschikow und beim Amadeus Quartett an der Musikhochschule Köln, wo er 1992 «mit Auszeichnung» abschloss. Noch im selben Jahr wurde er als 1. Solocellist ans Gewandhausorchester verpflichtet. Nach 32 Jahren auf dieser Position verliess er 2024 das Orchester, um sich in größerer Freiheit seinen kammermusikalischen, solistischen und pädagogischen Aufgaben zu widmen.
Mit dem Gewandhausorchester ist er mehrfach als Solist aufgetreten, u.a. in den Cellokonzerten von Dvorák, Elgar, dem Tripelkonzert von Beethoven, dem Konzertstück von Hans-Christian Bartel, der Sinfonie für Violoncello und Orchester von Britten, der Sinfonia concertante von Haydn und dem Concerto grosso von Penderecki. Seine Partner am Dirigentenpult waren dabei Herbert Blomstedt, Charles Dutoit, Leopold Hager, Richard Hickox, Dmitri Kitajenko und Omer Meir Wellber. In den gemeinsamen Konzerten des Boston Symphony Orchestra und des Gewandhausorchesters unter der Leitung von Andris Nelsons im Herbst 2019 in der Symphony Hall in Boston war Christian Giger Solist in der Sinfonia concertante von Haydn. Im Juni 2023 spielte er bei der Audio- und Videoproduktion von Saint-Saëns‘ «Carneval des Animaux» für die Deutsche Grammophon mit Lang Lang den «Schwan».
Mit dem Bachorchester des Gewandhauses führte er das C-Dur-Cellokonzert von Haydn auf, mit der Sinfonietta Leipzig das Konzertstück von Hans-Christian Bartel. Verschiedene Schweizer Sinfonieorchester begleiteten ihn in den Cellokonzerten von Haydn, Lalo, Saint-Saëns, Frank Martin und in den Rokoko-Variationen von Tschaikowski.
Für das Label Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) hat Christian Giger Werke von Giacinto Scelsi und Morton Feldman eingespielt.
2019 wurde ihm der Ehrenpreis des Oberbürgermeisters seiner Wahlheimatstadt Markkleeberg verliehen.
Der Musiker spielt ein Instrument von Matteo Gofriller, das um 1710 in Venedig gebaut wurde.